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UFT Produktion GmbH
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Abas-Business-Software
Montag, 16. März 2009 um 13:32

Im ganz großen Stil

UFT Produktion aus Stutensee steuert seine Fertigungsprozesse über die Business Suite von Abas.

Die technische Stärke, die das Unternehmen groß gemacht hat, findet damit ihren Ausdruck auch in der Unterstützung der geschäftskritischen Prozesse.

 

Wer im Jahr 20 Millionen und mehr an Teilen produziert, bei dem muss Qualität und Liefertreue stimmen, sonst schauen sich die Kunden anderweitig um. Aber auch die Kommunikation mit dem Kunden und das interne Auftragsabwicklungswesen sollten perfekt organisiert sein, andernfalls liegt beim Cash Flow schnell einiges im Argen. Der Lohnfertiger UFT Produktion (1) ist sich dessen bewusst und baut daher auf eine durchgängige IT-Infrastruktur auf Basis der Business Software der Abas Software AG mit Sitz in Karlsruhe.
UFT stellt im großen Stil Präzisionsteile aus Edelstahl, Stahl und NE-Metallen her. Abnehmer der Tiefzieh- und Stanzteile ist überwiegend dieAutomobilindustrie, die sie unter anderem in Gelenkwellen oder für Airbag-Halterungen verbaut. Neben dem Stammsitz in Stutensee, nördlich von Karlsruhe gelegen, fertigt UFT auf Mehrstufen-Umformautomaten mit bis zu 14 Stufen und bis zu 2 100 kN Presskraft in der Slowakei, Ungarn, Polen und Rumänien. Ein weiteres Geschäftsfeld ist die Oberflächenbeschichtung. Hier wurde gerade im vergangenen Jahr in eine komplett neue Galvanikanlage investiert. Seit 1992 beruht der Unternehmenserfolg auf „technischer Stärke, harter Arbeit, Ehrlichkeit und Respekt für den Einzelnen“, wie auf der Homepage des Unternehmens zu lesen ist.
25 Lizenzen abas-Business-Software Vor der produktionsunterstützenden ITInfrastruktur bei UFT kann man nur den Hut ziehen. „Wir nutzen die Funktionalität so weit wie möglich aus“, sagt Werner Wackershauser, einer der beiden Geschäftsführer der Unternehmensgruppe, im Gespräch mit der Redaktion. Inzwischen ist es drei Jahre her, dass man sich für Abas entschied.
Ein Update-Projekt eines anderen ERPSystembieters war bei UFT gescheitert, unter anderem an der dringend benötigten EDI-Anbindung. Ein anderer, durchaus gewichtiger Grund für den Wechsel war der ganzheitliche Ansatz für die Kostenrechnung durch die Abas-Business-Software: „Wenn man dieses Thema sinnvoll betrachten will, ist ein Gesamtsystem notwendig, in dem auch die Buchhaltung umfassend
integriert ist“, meint der Manager. Die Kostenrechnung in der ERP-Lösung umfasst die Bereiche Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung.
Die Kostenstellenrechnung enthält die Funktionalität der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, die Gemeinkosten auf die Kostenträger umzubuchen. Hierfür stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die Kostenstellenrechnung kann nach dem Prinzip der flexiblen Plankostenrechnung gestaltet werden. Mit der Funktion „Bewertung der Fertigungsleistung“ werden die bewerteten Personen und Maschinenzeiten der Rückmeldungen in Form von statistischen Buchungen verbucht und fließen so in die Kostenrechnung ein.


Anspruchsvolles Prozess-Design

„Wir haben eine Sonderlösung im Bereich der Betriebsdatenerfassung (BDE) programmieren lassen. Mir war sehr daran gelegen, eine möglichst durchgängige Lösung mit möglichstwenigen Schnittstellen zu erhalten“, erklärt Wackershauser.
Dies geschah über die sogenannte Flexible Oberflächenprogrammierung (FOP) von Abas. „Bei acht bis zehn Manntagen Anpassungsprogrammierung kaufe ich mir kein weiteres ITSystem hierfür, sondern lasse es vom Implementierungspartner programmieren“, meint der Geschäftsführer. Bereits bei der Systemauswahl hatte man sich viele Gedanken über die Umsetzung der neuen ERP-Strategie gemacht, denn „das Vertrauen und die Nähe zum entsprechenden Partner sind eine ganz wichtige Sache. Da braucht man unbedingt ein gutes Gefühl.“ Und das hat sich ausgezahlt. Mit der Anpassungsarbeit von Abas Projektierung (2) ist

Wackershauser sehr zufrieden – zum Beispiel bei der internen Auftragsabwicklung: Die Arbeitspapiere werden über die Business Software erzeugt. In der Produktion stehen bereits die Terminals, an denen sich der Mitarbeiter anmeldet, die Aufträge aufruft und sie den entsprechenden Maschinen zuweist. Ebenso durchgängig ist die Wareneingangskontrolle, bei der eine Datenanbindung an das CAQ-System exisitiert. Bestellvorgang und Wareneingangslieferschein werden im ERP-System erzeugt. Die Wareneingangskontrolle erzeugt den Prüfauftrag und führt die Sichtprüfung der Lieferung durch. Sind die Rohlinge in Ordnung, werden sie ins Fertigungslager gebucht. Werden Fehler bemerkt, wird die Lieferung ins Sperrlager gebucht, so dass fehlerhafte Rohlinge nicht für die Fertigung zur Verfügung stehen.

Linux und Microsoft vereint

Bei allen Vorzügen der Business Software gab es auch Bedenken: „Ich habe mich mit Abas’ objektorientiertem Linux-Serveransatz am Anfang schwer getan, weil wir bis dahin Microsoft, SQL und relationale Datenbanken gewohnt waren.“ Und auch heute noch betont der Geschäftsführer: „Wir fassen den Linux-Server nicht an, dafür ist Abas Projektierung zuständig.“ Natürlich ist sich der Firmenchef dessen bewusst, dass Linux-basierte Lösungen keine Alchemie, sondern vielfach bewährte IT-Systeme sind: „Abas hat bewiesen, dass seine IT-Architektur updatefähig ist“ – was übrigens beim Vorgänger-ERP-System nicht immer der Fall war. Die Business-Software benutzt eine eigene objektorientierte Datenbank („Logdatenbank“). Der Vorteil gegenüber relationalen Datenbanken liegt im Performance-Zuwachs, da Objekte als Ganzes gelesen und gespeichert werden und nicht, wie in relationalen Datenbanken, auf mehrere Tabellen verteilt sind. Aufgrund der Logstruktur lassen sich die üblichen Datenbank-Features wie Online-Sicherung im laufenden Betrieb, Rollback oder Kopieren im laufenden Betrieb erheblich einfacher und mit höherer Ausfallsicherheit implementieren als in herkömmlichen Datenbanken. Die Visualisierung der Daten läuft über einen Terminal-Server, der sowohl auf Linux als auch auf Microsoft-Plattformen laufen kann – bei UFT ist es Windows XP.

Business Intelligence

„Wir nutzen den Analyzer der Abas Projektierung noch viel zu wenig“, sagt Wackershauser. Über Analyzer BI, so die offizielle Bezeichnung, lassen sich Daten aus dem ERP-System in eine SQL- oder Access-Datenbank exportieren, um spezielle Datenbankabfragen im Rahmen von Business-Intelligence-Untersuchungen zu generieren. „Für uns war wichtig, ein flexibles Instrument mit Schnittstellen zu erhalten, um eigene Abfragen generieren zu können“, so Wackershauser weiter. Apropos Anbindung an Drittsysteme: „Die Schnittstelle zum BIS-Server von Seeburger funktioniert richtig gut.“ Über den Business Integration Server (3) ist die automatisierte Kommunikation mit dem Kunden im Rahmen des Bestellwesens und der Bezahlung möglich. Die Intergrationsplattform verarbeitet selbsttätig zum Beispiel Delfor- und VDA-Abrufe.

Fazit

UFT Produktion nutzt erfolgreich die Abas-Business-Software zur Abbildung seiner geschäftskritischen Prozesse einschließlich der Kommunikation mit seinen Kunden per EDISchnittstelle. Hohe Zufriedenheit besteht aber auch mit dem Implementierungspartner Abas Projektierung und der Lizenzpolitik des Systemanbieters: „Es ist nicht notwendig, Stammmodule durch zusätzliche Investitionen zu erweitern“, meint der Geschäftsführer. Von Beginn an stehe das komplette Paket zur Verfügung, man könne sich deshalb auf die Anwendungstiefe konzentrieren, die man erreichen wolle. So nutzt der Betrieb die Abas-Anwendung am Standort in der Slowakei im gleichen Umfang wie am Stammsitz in Stutensee. Diese Lizenzierungsstrategie habe auch den Vorteil, dass der Beratungsaufwand unabhängig von der Anzahl der Lizenzen ist.

 

BERNHARD D. VALNION (ECONOMIC ENGINEERING 3/2009)

 

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